Positionspapier Arbeit

Wirtschaft bedeutet, die Freiheit für Innovation zu haben

Winterthur hat in den letzten Jahren ihre Position als herausragende Wohnstadt noch weiter verstärkt. Die Arbeitsplatz- und Unternehmenssteuerentwicklung hat aber leider nicht mit der steigenden Einwohnerzahl mitgehalten und die Stadt steht als Wirtschaftsstandort mehr und mehr im Schatten ihrer Nachbarn (Glatttal, Zürich, Thurgau). Um dies zu ändern, braucht es keine behördliche Intervention, sondern das Gegenteil davon: Die Rückkehr eines liberalen Geistes, der in Unternehmern Partner und nicht Feindbilder sieht. Die Beibehaltung eines massvollen Steuerfusses und einer fairen Gebührenordnung ist essentieller Teil davon. Arbeitsplätze werden geschaffen durch gelebte Unternehmerkultur, Freiräume und Innovation. Arbeitsplätze bringen Wohlstand und damit Lebensqualität für alle.

 

Was die FDP für Winterthur will:

 

Wirtschaft braucht Macher und keine Bremser – mehr Rückenwind für Unternehmer

Arbeitsplätze entstehen durch Unternehmer, die etwas bewegen oder eben «unternehmen» wollen und bereit sind, Risiken einzugehen. Die Stadt sollte solche Personen mit Rückenwind versorgen statt als Bremsklotz zu agieren. Aber leider macht den Unternehmern heute neben COVID vor allem die rot-grüne Bevormundungspolitik zu schaffen: Weniger Kundenparkplätze, höhere Steuern, Gebührenwucher, ineffiziente und nicht lösungsorientierte (Bau-)Bewilligungsprozesse, Sperrung von Zufahrtsstrassen, immer mehr Arbeits- und Betriebsvorschriften, unliberale Öffnungszeiten, unsägliche Bürokratie bei COVID-Hilfen, fehlender Zugang zur Stadtverwaltung etc. All dies schwächt nicht nur das bestehende Unternehmertum, sondern es sendet auch schädigende Signale aus: Winterthur verliert regelmässig im Standortwettbewerb, obwohl es enorm viel zu bieten hätte. Die FDP will Winterthurs Stärken gezielter ausspielen, unentwegt und auf allen Ebenen für günstige Rahmenbedingungen kämpfen sowie Freiräume gewähren und dadurch gelebtes Winterthurer Unternehmertum fördern.

 

Wirtschaft gedeiht in einer Stadt der kurzen Wege - Raum für modernes Arbeiten schaffen

In einer Stadt der kurzen Wege und der Begegnungen sollen vermehrt offene Büroräumlichkeiten entstehen, in denen Startups, Projektteams, Freelancer und Coworker zusammenkommen, um Ideen und Erfahrungen auszutauschen. Mehr Platz für Personen im Home Office, die sich eine inspirierende Umgebung als die eigenen vier Wände wünschen, gibt es so auch noch gleich. Umnutzungen von bestehenden Gebäuden müssen rasch und mit verhältnismässigen Auflagen ermöglicht werden. In temporär leerstehenden Flächen sollen zudem unbürokratisch Zwischennutzungen gestattet werden. So wird Winterthur gleichzeitig zu einer Stadt der kurzen Wege mit wenig Pendlerverkehr als auch zu einem Zentrum von Innovation, Aufbruch und Zukunft, das keinen Vergleich zu scheuen braucht. Wohnen und arbeiten in Winterthur – das passt.

 

Wirtschaft ist, wenn jeder ein bisschen die Welt verbessert – Winterthur als Stadt der Pioniere und Startup-Epizentrum

In Winterthur studieren 10'000 junge, intelligente Menschen. Dieses ungeheure Potenzial sollten wir zur Lösung der vielen Herausforderungen, vor denen wir stehen, nutzbar machen. Solution Tanks, zusammengesetzt aus Studenten und etablierten Unternehmern, nehmen sich den aktuellen Problemen der Gesellschaft an und versuchen sie zu lösen. Pilot-basierte Umsetzungen und Anwendungen dieser Entwicklungen werden durch Start-ups oder investierende Firmen in der Stadt installiert, sei es in den Bereichen CleanTech, Verkehr, Smart City oder Internet of Things. Die Stadtverwaltung arbeitet eng mit diesen Solution Tanks zusammen und wendet die Arbeitsprodukte in ihrem eigenen Tätigkeitsgebiet sinnvoll an. Daraus entstehen bessere Lösungen für aktuelle Probleme, aber auch Arbeitsplätze und Wohlstand.

 

Wirtschaft braucht klare Ansagen - mit einem Plan in die Zeit nach COVID

Für viele Unternehmer ist COVID zu einer existentiellen Belastung geworden und alle sehnen sich nach der Rückkehr zur Normalität. Damit die Normalität rasch einkehren, diese geplant und optimal genutzt werden kann, braucht es jedoch zwingend eine klare Kommunikation seitens der öffentlichen Hand. Die Unternehmer*Innen müssen jederzeit genau wissen, was sie wann wie tun dürfen. Behörden sollen ihnen helfen, Mögliches zu ermöglichen, anstatt nur auf Verbote hinzuweisen und mit Bussen zu drohen. Weiter braucht die Stadt einen Plan, wie sie den hoffentlich wiederaufblühenden Unternehmen, Kultur- und Gastronomiebetrieben begegnen will: Für die FDP Winterthur ist klar: auf eine Zeit ohne Freiheit soll eine Zeit mit überdurchschnittlich viel Freiheit folgen. Klar ist aber auch: Die Freiheit und das Ruhebedürfnis anderer muss dabei gewährleistet bleiben. Dies erfordert einen offenen und transparenten Dialog, mit dem man schon heute beginnen muss, sowie einen klaren Plan und klare Regeln (kein planloses Dulden). Kulinarische Sommernächte, Abendkonzerte im Stadtgarten, Sonntagseinkäufe oder andere gute Ideen, die Lust und Mut machen – wieso nicht?

 

Beispiele für das Engagement der FDP: