FDP.Die Liberalen
Winterthur
Ortspartei Winterthur
27.02.2020

Wegzüge wichtiger Arbeitgeber – Zeit für wirtschaftsfreundliche Signale aus der Politik

Es sind gleich drei Hiobsbotschaften, die Winterthur in der jüngeren Vergangenheit erreicht haben: Die Verlagerung der Produktion bei Rieter bzw. die Wegzüge von Zimmer Biomet und Wärtsilä. Die Stadt Winterthur verliert Arbeitsplätze und Steuergelder. Noch kein Grund zur Panik, aber auch keine Nachrichten, die man auf die leichte Schulter nehmen sollte.

Zimmer Biomet und Wärtsilä haben ihre Entscheidung unter anderem mit steuerlichen Überlegungen begründet. Ein kurzfristig kaum rasch zu korrigierendes Faktum ist, dass der Kanton Zürich im interkantonalen Steuerwettbewerb rein von der Steuerattraktivität her nicht mit den Kantonen Thurgau (Wärtsilä) und Zug (Zimmer Biomet) mithalten kann; erschwerend kommt hinzu, dass Winterthur mit seinem Steuerfuss im innerkantonalen Vergleich ebenfalls alles andere als einen Spitzenplatz belegt. Aus Sicht der FDP ist es daher umso wichtiger, dass man alles daran setzt, diese Ausgangslage nicht noch unnötig zu verschlechtern. Wichtig: Es geht für Winterthur nicht darum, mit den Steuerfüssen im ländlichen Speckgürtel in Konkurrenz zu treten, sondern verlässliche Signale an die Wirtschaft auszusenden, dass sich die steuerliche Situation in den nächsten Jahren nicht noch weiter verschlechtern wird.

Der Kanton Zürich wie auch die Stadt Winterthur hätten jedoch auch gewichtige Stärken, auf die man zu Recht stolz sein und die man auch im interkantonalen Ansiedlungswettbewerb ausspielen kann. Der Stadt Zürich wie auch dem Glatttalgebiet gelingt dies aktuell hervorragend; der Stadt Winterthur hingegen nicht ganz so gut. Es ist daher wichtig, dass die Winterthurer Politik auch bei den nicht-fiskalischen Aspekten zu einem verlässlicheren Partner für die Wirtschaft wird und eine gewisse Willkommenskultur ausstrahlt. Für die FDP Winterthur eine Selbstverständlichkeit – für die aktuelle politische Mehrheit leider hingegen weniger.